Klinik und Lehre: Neuer Prof in der Genetik!

Zum 01.08.2016 hat Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Kurth die Leitung des Instituts für Humangenetik an der Uniklinik RWTH Aachen übernommen. Zuvor war er als Oberarzt und Heisenberg-Professor für Molekulare Neurogenetik am Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Jena, tätig. Sein Vorgänger, Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Zerres, ist emeritiert worden.

csm_Kurth_DSC0794__01_076dcb2973Das Team des Instituts für Humangenetik hat zum ersten August dieses Jahres seinen neuen Direktor, Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Kurth, willkommen geheißen. Der Humangenetiker erforscht unter anderem die Mechanismen bei Nervenerkrankungen, die von der Veränderung eines einzelnen Gens verursacht werden, als Modell für neurodegenerative Prozesse. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte seine Forschung auf dem Gebiet der molekularen Neurogenetik zuletzt im Rahmen einer Heisenberg-Professur. „Die experimentellen Arbeiten und funktionellen Analysen haben einen direkten Bezug zum Patienten, das finde ich besonders reizvoll“, so der 42-Jährige. Für sein Wirken an der Uniklinik RWTH Aachen hat er sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis von Krankheitsmechanismen auf molekularer Ebene weiter voranzutreiben und damit zu dringend benötigten Therapiekonzepten im Bereich der seltenen Erkrankungen beizutragen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Instituten, dem Krebszentrum der Uniklinik (ECCA) und dem Zentrum für Seltene Erkrankungen Aachen (ZSEA) sind für seine tägliche Arbeit essentiell. „Die kurzen Wege in der Uniklinik sowie das Umfeld der RWTH bieten mir hierfür die besten Bedingungen. Zudem freue ich mich über mein hochmotiviertes Team in der Humangenetik sowie die Tatsache, dass Herr Professor Zerres noch einige Projekte weiterführen wird und dem Institut somit erhalten bleibt“, betont er.

Werdegang und berufliche Stationen

Prof. Ingo Kurth studierte und promovierte in Aachen und forschte anschließend am Zentrum für Molekulare Neurobiologie in Hamburg. Seine Facharztausbildung zum Humangenetiker absolvierte er am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, wo er sich habilitierte. Vor seinem Wechsel an die Uniklinik RWTH Aachen war er als Oberarzt und Heisenberg- Professor am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Jena tätig.

Oskar ist da!

Der Hund ist des Menschen bester Freund – in dieser Aussage steckt viel Wahrheit. Hunde pflegen eine spezielle Bindung zum Menschen, haben einen sehr feinen Instinkt und können sich auf den gesundheitlichen und emotionalen Status von Personen einstellen. Als Therapiebegleithunde können sie positive Wirkungen in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht ermöglichen. Dies ist auch das Ziel von Oskar, dem neuen Therapiebegleithund an der Uniklinik RWTH Aachen. Der Golden Retriever startet in Kürze eine spezielle Ausbildung, um zukünftig Patienten in der palliativmedizinischen und kinderonkologischen Versorgung zu begleiten. „Mit ihrer unglaublichen Sensibilität können Hunde eine wichtige Stütze für schwerkranke Menschen sein. Wo der Mensch keine Worte mehr findet, wird Oskar da sein“, so Univ.-Prof. Dr. med. Roman Rolke, Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen, die federführend bei dem Projekt ist.

Das Projekt „Tiergestützte Therapie“ an der Uniklinik RWTH Aachen ist als Kooperation der Klinik für Palliativmedizin und der Abteilung Kinderonkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin entstanden. Eine besondere Rolle spielt dabei Christina Ide, Case Managerin an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, die den Welpen Oskar im Januar dieses Jahres bei sich aufnahm, sich um ihn sorgt und mit ihm die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam durchlaufen wird. Betreut wird das Duo in den kommenden Monaten von Dipl.-Biologin Kerstin Raupach (Tiergestützte Arbeit Aachen): Die Fachkraft für tiergestützte Therapie bildet das Team für seine späteren Einsätze in der Begleitung von Therapien in der Palliativmedizin und Onkologie aus. Das Mensch-Hund-Team wird sich dabei unter anderem folgende Fähigkeiten aneignen: Akzeptanz von Nähe und Bedrängen, Arbeiten unter Ablenkung, Umgang und Verhalten in und mit Gruppen sowie Gewöhnung an ungewohnte Bewegungsmuster und Umweltreize.

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Da die komplexe Ausbildung als Therapiebegleithund viel Zeit beansprucht, wird Oskar voraussichtlich erst Anfang 2018 vollständig in den Dienst eintreten können. Doch auch zuvor wird der Vierbeiner an der Uniklinik RWTH Aachen viel Freude verbreiten, da Oskar seine Ausbildung zu einem großen Teil an seinem späteren Arbeitsplatz absolvieren wird „Das Projekt ‚Tiergestützt Therapie‘ ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns sehr über das große Engagement von Frau Ide und unsere gemeinsame Zukunft mit Oskar“, sagt Prof. Rolke. Unterstützt und getragen wird das Projekt von dem PalliA – Verein zur Förderung der Palliativmedizin Aachen e.V., der für die Ausbildungs- und Gesundheitskosten von Oskar aufkommt.

Sparkasse Aachen unterstützt akademische Karrieren

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Partner beim Bildundsfonds der RWTH Aachen

Damit exzellente Studierende an der RWTH Aachen erfolgreich und mit dem nötigen finanziellen Spielraum studieren können, wurde zum Wintersemester 2009/2010 der Bildungsfonds der RWTH gegründet. Im Rahmen dieses zentralen Stipendienprogramms wird an der RWTH Aachen das Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angeboten.

Der Bildungsfonds unterstützt Stipendiaten monatlich mit 300 Euro. Die Hälfte des Stipendiums muss allerdings von privaten Spenderinnen und Spendern, Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Verbänden eingeworben werden. Die Sparkasse Aachen unterstützt in diesem Rahmen jährlich zehn Stipendien an der RWTH Aachen.

Sie wollen sich für ein Stipendium bewerben? Die Online-Bewerbung um eines der Deutschlandstipendien ist vom 1. bis 30. Juni 2016 möglich. Weitere Infos hier:

https://www.rwth-aachen.de/cms/root/Wirtschaft/Fundraising/Bildungsfonds/Infs-fuer-Bewerberinnen-und-Bewerber/~emf/Online-Bewerbung/

Kooperation mit dem Career Center der RWTH Aachen

Wir möchten Ihren individuellen Karriereweg unterstützen. Das tun wir zum Beispiel mit der Förderung studienbegleitender Trainingsangebote. Das Career Center der RWTH ist hier seit vielen Jahren unser bewährter Kooperationspartner. In verschiedenen Workshops und Seminare können Sie sogenannte „Soft Skills“ für Ihren beruflichen Weg einüben und erproben. Themen wie „Vom Studium in die Teamleitung“ oder „Stil und Standing“ helfen Ihnen, den Rollenwechsel zu meistern und rücken Ihre soziale Kompetenzen in den Fokus. Pro Semester finanziert die Sparkasse sechs dieser kompakten Seminare. Schauen Sie mal rein in das vielfältige Veranstaltungsangebot!

http://www.rwth-aachen.de/go/id/byfi

Ausprobieren und Mitmachen – RWTH FH SPORTSDAY powered by Sparkasse Aachen am 29. Juni 2016

Gerade die Mediziner wissen: Gesundheit und Sport sind eng miteinander verbunden.

Das im Studium zu lernen, ist das eine, das aktive Mitmachen das andere! Also schnell den SPORTS DAY 2016 im Kalender vormerken:

Am Mittwoch, 29. Juni heißt es wieder: Sport machen und Spaß haben auf dem Königshügel und in der Sporthalle an der Ahornstraße. Hier präsentiert das Hochschulsportzentrum der RWTH Aachen sein breites Angebot.

Zahlreiche Schnupperangebote laden jeden Interessierten zum Ausprobieren und Kennenlernen neuer Sportarten ein, Spiel und Spaß gibt es auch bei den spannenden Turnieren, bei der Institutsolympiade und in packenden Wettkämpfen! Es gibt tolle Preise zu gewinnen, „powered by Sparkasse Aachen“.

Am Tag des Hochschulsports ist für Studierende und Bedienstete der RWTH sowie der FH Aachen ab 13 Uhr DIES. Jeder ist also eingeladen, das vielfältige Programm kennenzulernen. Im Anschluss an das Event findet die alljährliche Aftershow-Party im Apollo statt.

Weitere Infos zu den Turnieren, den kostenlosen Schnupperangeboten, zur Institutsolympiade und zum Volunteering hier (Klick!)

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Christian Stoppe erhält Forschungspreis

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Priv.-Doz.Dr. med. Christian Stoppe erhält in diesem Jahr den Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) zeichnet mit dem mit 2.500 Euro dotierten Preis eine bedeutsame wissenschaftliche Arbeitdes Forschersauf dem Gebiet der Intensivmedizin aus. 

Die älteren „Jahrgänge“ der Aachener Absolventen kennen Christian „Chrissi“ Stoppe sicher noch aus seiner aktiven Zeit als Mitglied der Fachschaft Medizin.

Der Kliniker und Wissenschaftler ander Klinik für Operative Intensivmedizinund Intermediate Careder Uniklinik RWTH Aachenerhält den Heinrich-Dräger-Preis für seineherausragende Forschungsarbeit mit dem Titel „Interaction of MIF family proteins in myocardial ischemia/reperfusion damage and their influence on clinical outcome of cardiac surgery patients“. In seiner Arbeit untersuchte Dr. Stoppe die Entzündungsreaktion und Entstehung von Organdysfunktionen nachherzchirurgischen Operationen. Das Zytokin MIFgehört zu denerstbeschriebenen Mediatoren der Immunantwort.Ihmwurde bereits früher eineSchlüsselrolle bei Erkrankungen wie der rheumatischen Athritis, Sepsis, Asthma und ARDS zugeschrieben. In der aktuell prämierten Arbeit untersuchte Dr.Stoppe die biologische Bedeutung und klinische Relevanz der MIF Zytokin-Familie bei Patienten mit Herzoperationen. Im Ergebnis schütztdie beobachtete Freisetzung von MIF in das Blut undGewebe der Patienten die Herz-und Nierenfunktion, besonders in Kombination mit demlöslichen MIF-Rezeptor CD74 (sCD74). Im Gegensatz führte eine vermehrt Freisetzung vonD-dopachrome tautomerase(MIF-2)zur Entstehung vonVorhofflimmern oderOrgandysfunktionenbei Patienten nach Herzoperationen. Darüber hinaus konnten erste Erkenntnisse überdie klinische Relevanz eines MIF-spezifischen Polymorphismus demonstriert werden. „Die hier gewonnenen Ergebnisse werden aktuellaneiner großen Patienten-Kohorte validiert und können möglicherweise in Zukunft bei der präoperativen Risikoabschätzung von herzchirurgischen Patienten dienen“, so der Preisträger.

Die Preisverleihung fand auf dem jährlichen internationalen Kongress der DGAI am 14.04.2016 statt. Gestiftet wird der Heinrich-Dräger-Preis von der Dräger Medical AG & Co. KGaA, Lübeck. Auf dem Bild (© DGAI e.V.) sind zu sehen (v.l.n.r.): Prof. Dr. Frank Wappler (Kongress-Präsident der DGAI), Prof. Dr. Thea Koch (Präsidentin der DGAI), PD Dr. med. Christian Stoppe und Christian Riep (Dräger Medical AG & Co. KGaA).

Prof. Tacke Gastprofessor in Norwegen

Univ.-Prof. Dr. med. Frank Tacke, W2-Professor für Hepato-Gastroenterologie und Leitender Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Med. III) der Uniklinik RWTH Aachen, ist von der Medizinischen Fakultät der Universität Oslo (Norwegen) als Gastprofessor an das Institut für Klinische Medizin berufen worden. Somit wird er in den Jahren 2016 und 2017 maßgeblich die wissenschaftlichen Projekte der Fakultät, insbesondere des „Norwegian PSC Research Centers“, unterstützen.

Das Forschungszentrum „Norwegian PSC Research Center“ wurde 2008 gegründet und konzentriert sich auf die Grundlagenforschung sowie die klinischen Aspekte der chronischen Lebererkrankung PSC. PSC (primär sklerosierende Cholangitis) ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung der Gallenwege, die vor allem junge Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen betrifft. Es gibt derzeit noch keine medikamentöse Therapie für diese Erkrankung, so dass im Endstadium der Erkrankung nur endoskopische Maßnahmen oder die Lebertransplantation zur Behandlung eingesetzt werden.

Eröffnung des ersten Blutspendeaußentermins im Forschungszentrum Jülich

Noch mehr Möglichkeiten für die gute Tat:

Heike Zimmermann, stellv. kaufmännische Direktorin der Uniklinik RWTH Aachen, sowie Dr. Gabriele Hutschenreuter, Direktorin des Instituts für Transfusionsmedizin an der Uniklinik, eröffneten am 17.03.2016 den 1. Blutspendeaußentermin am Forschungszentrum in Jülich. Die Beteiligten begrüßten sehr die Kooperation. Es ist geplant, regelmäßig für die Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich in Kooperation mit der Uniklinik Blutspendetermine vor Ort durchzuführen.

Kleine gute Tat mit großer Wirkung

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Zwar ist der Gedanke hinter dem Pfandsystem, unbedachtes Wegwerfen von Plastikflaschen zu reduzieren, aber dennoch bleiben sie liegen: im Wald oder auf dem Schulhof. Hier kommen die Langläufer des Vereins DJK Elmar Kohlscheid und Mitarbeiter einer Realschule in Kohlscheid ins Spiel. Sie sammeln die Flaschen auf, tragen das Pfandgeld über das gesamte Jahr zusammen und geben es an einen guten Zweck weiter. Wie auch vergangenes Jahr haben die großzügigen Spender 2016 die Früh- und Neugeborenenstation der Uniklinik RWTH Aachen bedacht – in diesem Jahr mit der beachtlichen Summe von 1.250 Euro.

Die Freude auf der Früh- und Neugeborenenstation ist riesig. „Wir danken allen beteiligten Spendern von Herzen“, so Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten Orlikowsky, der Leiter der Sektion Neonatologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik RWTH Aachen. „Solch eine Spende erhalten wir nicht alle Tage, insbesondere mit dem außergewöhnlichen Hintergrund.“ Es ist schon beachtlich, welch eine Summe durch das alleinige Sammeln von Flaschenpfand zu erreichen ist. Dabei machen die fleißigen Sammler keinen Unterschied, ob es acht, 15 oder 25 Cent pro Flasche sind – jede Flasche ist ein Beitrag für den guten Zweck.

Die Idee dazu hatte Ralf Nowak vor ein paar Jahren, als der Hausmeister einer Realschule in Kohlscheid auf dem Schulhof einige Flaschen aufsammelte. Doch dabei blieb es nicht allein. Schnell waren Bekannte aus dem Sportverein von der Idee angesteckt und so halten nun alle Langläufer des DJK Elmar Kohlscheid die Augen offen, wenn sie ihre Runden im Wald drehen. „Wir freuen uns, gleich in zweifacher Hinsicht etwas Gutes tun zu können. Zum einen helfen wir dort, wo Unterstützung benötigt wird. Zum anderen tragen wir einen Teil dazu bei, unsere Umwelt sauber zu halten“, sagt Ralf Nowak. In den vergangenen Jahren kamen so jeweils bis zu vierstellige Spendensummen zusammen, die verschiedenen gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt werden. Es profitierten ebenfalls bereits die Kinderkrebsstation und die Klinik-Clowns der Uniklinik RWTH Aachen von den Geldern.

Die Früh- und Neugeborenenstation wird das Geld in die Anschaffung von gemütlichen Stühlen zum Känguruhen investieren. Gerade in der schwierigen Phase der Frühchenzeit trägt das Känguruhen zur gesunden körperlichen und geistigen Entwicklung des Kindes bei. Die Babys werden dabei nackt auf den Oberkörper eines Elternteils gelegt: Der Körperkontakt und die Nähe vermittelt so Geborgenheit und Vertrauen und stellt eine Bindung zwischen Eltern und Kind her. „Wir sind sehr dankbar, unsere kleinsten Patienten und ihren Eltern bald noch tollere Angebote machen zu können. Mit dem gesammelten Pfandgeld aus dem letzten Jahr konnten wir bereits zwei neue Stillstühle kaufen“, freut sich Angela Kertz, die Stationsleitern der Früh- und Neugeborenenstation der Uniklinik RWTH Aachen.

Telemedizin am UKA ausgezeichnet…

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Eine Weiterentwicklung und optimierte Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie: Dafür steht der Begriff „Intelligente Vernetzung“. Die gleichnamige Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert und unterstützt innovative Lösungen in diesem Bereich. Die Initiative zeichnet ebenfalls erfolgreiche Projekte auf Bundesebene aus. So auch das an der Uniklinik RWTH Aachen ins Leben gerufene Projekt TIM (Telematik in der Intensivmedizin): Mit seinem außergewöhnlichen Lösungsansatz in der telemedizinischen Versorgung ist es bestes digitales Projekt in Deutschland im Bereich Gesundheit. Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin des BMWi, wird den Projektverantwortlichen den Preis Mitte März im Rahmen der CeBIT in Hannover überreichen.

Im Gesundheitswesen verbessern intelligent vernetzte Anwendungen auf vielfältige Weise die medizinische Versorgung der Patienten. Das Best-Practice-Projekt TIM wirkt dabei der bislang ungenügenden medizinischen Versorgung von strukturschwachen ländlichen Gebieten entgegen. In Zukunft führt der demographische Wandel zu einer erhöhten Anzahl zu behandelnder älterer und chronisch kranker Menschen, deren optimale medizinische Versorgung gewährleistet sein muss. Das Projekt TIM hat sich daher zum Ziel gesetzt, eine innovative telemedizinische Plattform unter Nutzung der Basisinfrastruktur elektronische Fallakte (eFA) zu etablieren, um die hochspezialisierte, qualitativ exzellente universitäre Intensivmedizin in die Fläche zu bringen. Auf diese Weise soll die Qualität in den ländlichen Einrichtungen verbessert werden, um zusätzliche Leben zu retten und das Bedürfnis der Patientinnen und Patienten nach einer optimalen Behandlung und Versorgung erfüllen zu können. Ein wichtiges Projektziel ist darüber hinaus die Analyse und Optimierung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Umgang mit der IT-Bedienoberfläche eines telemedizinischen und automatisierten Frühwarnsystems zur Erkennung einer Sepsis an der Uniklinik RWTH Aachen.

Die Auszeichnung als Best-Practice-Beispiel versteht Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Projektleiter und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care, als weiteren Ansporn im Bereich der Telemedizin: „Sie bestätigt uns darin, mit unseren Projekten innovative Wege zu einzuschlagen und weiterhin zukunftsträchtige Vorhaben zu realisieren.“ Bereits in der Vergangenheit ist TIM, das deutschlandweit erste geschlechtergerechte telemedizinische Projekt in der Intensivmedizin, mehrfach gewürdigt worden. Es erhielt den Karl Storz Telemedizinpreis 2014 und war Siegerprojekt im Wettbewerb „IuK & Gender Med.NRW“.