Oskar ist da!

Der Hund ist des Menschen bester Freund – in dieser Aussage steckt viel Wahrheit. Hunde pflegen eine spezielle Bindung zum Menschen, haben einen sehr feinen Instinkt und können sich auf den gesundheitlichen und emotionalen Status von Personen einstellen. Als Therapiebegleithunde können sie positive Wirkungen in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht ermöglichen. Dies ist auch das Ziel von Oskar, dem neuen Therapiebegleithund an der Uniklinik RWTH Aachen. Der Golden Retriever startet in Kürze eine spezielle Ausbildung, um zukünftig Patienten in der palliativmedizinischen und kinderonkologischen Versorgung zu begleiten. „Mit ihrer unglaublichen Sensibilität können Hunde eine wichtige Stütze für schwerkranke Menschen sein. Wo der Mensch keine Worte mehr findet, wird Oskar da sein“, so Univ.-Prof. Dr. med. Roman Rolke, Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen, die federführend bei dem Projekt ist.

Das Projekt „Tiergestützte Therapie“ an der Uniklinik RWTH Aachen ist als Kooperation der Klinik für Palliativmedizin und der Abteilung Kinderonkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin entstanden. Eine besondere Rolle spielt dabei Christina Ide, Case Managerin an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, die den Welpen Oskar im Januar dieses Jahres bei sich aufnahm, sich um ihn sorgt und mit ihm die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam durchlaufen wird. Betreut wird das Duo in den kommenden Monaten von Dipl.-Biologin Kerstin Raupach (Tiergestützte Arbeit Aachen): Die Fachkraft für tiergestützte Therapie bildet das Team für seine späteren Einsätze in der Begleitung von Therapien in der Palliativmedizin und Onkologie aus. Das Mensch-Hund-Team wird sich dabei unter anderem folgende Fähigkeiten aneignen: Akzeptanz von Nähe und Bedrängen, Arbeiten unter Ablenkung, Umgang und Verhalten in und mit Gruppen sowie Gewöhnung an ungewohnte Bewegungsmuster und Umweltreize.

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Da die komplexe Ausbildung als Therapiebegleithund viel Zeit beansprucht, wird Oskar voraussichtlich erst Anfang 2018 vollständig in den Dienst eintreten können. Doch auch zuvor wird der Vierbeiner an der Uniklinik RWTH Aachen viel Freude verbreiten, da Oskar seine Ausbildung zu einem großen Teil an seinem späteren Arbeitsplatz absolvieren wird „Das Projekt ‚Tiergestützt Therapie‘ ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns sehr über das große Engagement von Frau Ide und unsere gemeinsame Zukunft mit Oskar“, sagt Prof. Rolke. Unterstützt und getragen wird das Projekt von dem PalliA – Verein zur Förderung der Palliativmedizin Aachen e.V., der für die Ausbildungs- und Gesundheitskosten von Oskar aufkommt.