Hans-Hermann-Preis 2017 geht an Aachener Doktoranden

Bei dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie (DGPPN) wurden zwei Mitarbeiter der Aachener psychiatrischen Uniklinik mit dem DGPPN-Promotionspreis – Hans-Heimann-Preis – geehrt. Ausgezeichnet wurden Tandems von jungen Wissenschaftlern sowie ihren Betreuern mit 6.000 Euro für die besten Dissertationen in dem Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie.

Dr. med. Arnim J. Gaebler (Doktorand, Assistenzarzt der Aachener Klinik)  und
Prof. Dr. Dr. Klaus Mathiak (Betreuer)

Die Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Neurobiologie der Schizophrenie sowie zur Erforschung des klinischen Potentials von fMRT-basierten Biomarkern. Sie führt durch die innovative Methodik zwei aktuelle Themen der translationalen Forschung zusammen: neuronale Konnektivität und interindividuelle Variabilität. Hieran knüpfen auch die aktuellen Forschungsprojekte an. Diese beinhalten die Optimierung von Algorithmen zur fMRT-basierten diagnostischen Klassifikation von Patienten, die Untersuchung weiterer psychiatrischer Patientenkollektive zur Beurteilung der Spezifität der potentiellen Biomarker sowie die Übertragung der Algorithmen auf die klinisch relevante Echtzeit-fMRT. Ziel der Arbeit ist es, einen Beitrag zu einer neurobiologisch fundierten Klassifikation psychischer Störungen zu leisten, um reliablere Diagnosen und eine auf die individuellen Erfordernisse der Patienten abgestimmte Therapie zu ermöglichen.