Katastrophen-ersthilfe aus aachen

In Zusammenarbeit mit dem Regional Centre for Science and Technology Transfer der Indian Ocean Rim Association (IORA-RCSTT)organisiert Prof. Dr. Khosrow Mottaghy vom Institut für Physiologie an der Uniklinik RWTH Aachen vom 18. bis 21. November 2019 eine internationale Konferenz zum Thema „Biomedizinische Ingenieurstechniken und andere innovative Technologien für die Katastrophenerstversorgung“. Zu dieser Konferenz in Aachen werden Teilnehmer aus den für die Katastrophenvorsorge zuständigen Behörden der 22 Mitgliedsländer dieser Regionalorganisation der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans in Aachen erwartet. Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert, das die Deutsche Gesellschaft für International Zusammenarbeit (GIZ) mit der Durchführung eines Projektes zur Stärkung der Organisation betraut hat. 

Die Region rund um den Indischen Ozean ist durch die zunehmend spürbare Klimakrise in besonderem Maße bedroht und sieht sich immer häufiger verheerenden Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Dürrekatastrophen ausgesetzt. Gleichzeitig bedrohen der Anstieg des Meeresspiegels und die Versauerung der Meere, die zu Stranderosion, Dezimierung der Fischbestände und Korallensterben führen, die traditionellen Erwerbszweige wie Fischerei und Tourismus – bis hin zur Gefährdung ihrer Existenz wie beispielsweise auf den Malediven.

In diesem Zusammenhang ist die Schulung des für Katastrophenfälle zuständigen Personals ein zwar nur bescheidener, aber dennoch wichtiger Bestandteil eines Maßnahmenpakets, das die schlimmsten unmittelbaren Auswirkungen der Klimakrise für die betroffene Bevölkerung lindern hilft. Neben verschiedenen Dozenten aus der Uniklinik RWTH Aachen, die dazu spezielle technologische Lösungen vorstellen werden, werden auch einige internationale Koryphäen ihre neuesten Forschungsergebnisse auf diesen Gebieten präsentieren.

Abgerundet wird die Konferenz durch einen Besuch der internationalen MEDICA in Düsseldorf, die den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Gelegenheit geben wird, Kontakt mit den entsprechenden Firmen aufzunehmen, die solche Lösungen international anbieten.

Verfahren in Aachen entwickelt: Nanopore-Sequenzierung

In Deutschland leben rund 4 Millionen Patienten mit einer seltenen Erkrankung. Die Aufklärung dieser meist erblich bedingten Erkrankungen wurde durch die Hochdurchsatzsequenzierung (Next-Generation Sequencing (NGS)) in den letzten Jahren erheblich verbessert. Ärzten und Naturwissenschaftlern aus Essen, Aachen, Köln, Frankfurt, Marburg, Berlin, Australien, Frankreich, Kanada und den Niederlanden ist es unter Federführung von Prof. Christel Depienne gelungen, die Ursache einer erblichen Form der Epilepsie aufzuklären. Das Besondere hierbei ist, dass die Ursache für die Erkrankung nicht wie bei vielen Erbkrankheiten in den Genen und den daraus entstehenden Eiweißbausteinen selbst, sondern in sogenannten nicht-kodierenden Bereichen des Genoms liegt. Über die Funktion dieser Abschnitte ist bislang nur sehr wenig bekannt. Der Epilepsie liegt dabei ein interessanter Mechanismus zugrunde, bei dem sich nicht-kodierende Wiederholungseinheiten, sogenannte Repeats, im Genom der Patienten verlängerten. Repeats bestehen aus meist kurzen, 2-6 DNA-Basen langen Sequenzeinheiten, die sich wiederholen, aber eine bestimmte Länge in der Regel nicht überschreiten. Bei den im Rahmen der Studie untersuchten Patienten mit Epilepsie stieg die Anzahl der Repeats im nicht-kodierenden Bereich des MARCH6 Gens von durchschnittlich 12 auf über 800-1000 Wiederholungen an. Solche repetitiven Elemente des Genoms waren mit den gängigen Next-Generation Sequenzierungstechniken aufgrund ihrer Länge bislang kaum zugänglich. Bei der Entschlüsselung der Erkrankung half die am Institut für Humangenetik an der Uniklinik RWTH Aachen etablierte Nanopore-Sequenzierung, ein Hochdurchsatzsequenzierungsverfahren der dritten Generation, die verlängerten Abschnitte in der Erbinformation der Patienten zu erkennen und somit den Krankheitsmechanismus zu entschlüsseln.

Universitäre Medizin in aachen ist „Rising Star“

Medizinische Fakultät und Uniklinik sind aus Sicht des Expertengremiums gut aufgestellt. Forschungsstrategie fügt sich passgenau in die Gesamtstrategie der RWTH Aachen University ein.

Das NRW-Wissenschaftsministerium hat den Wissenschaftsrat von Bund und Ländern mit der Evaluierung der Hochschulmedizin in NRW beauftragt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen die Fachleute heute ein positives Fazit: Das Zusammenwirken von Medizinischer Fakultät und Uniklinik gestalte sich vorbildlich und konstruktiv. Das Forschungsprofil sei zukunftsweisend, das Lehrprofil innovativ. Im Blick auf den Forschungsoutput sowie den Transfer in die Praxis biete der Standort ideale Rahmenbedingungen. Die Leitungen von Universität, Fakultät und Uniklinik sehen sich bestätigt. Bedarf besteht künftig vor allem an Raumkapazitäten und zusätzlichen Fachkräften.   

Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland. Er berät Bund und Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung des Hochschulsystems sowie der staatlichen Förderung von Forschungseinrichtungen. Mit Spannung und Vorfreude waren die Begehung und der Bericht des Expertengremiums in Aachen erwartet worden. Nach dem letzten Besuch des Gremiums im November 1999 hatten Fakultät und Uniklinik Forschung und Lehre weitestgehend neu ausgerichtet und eng mit der Krankenversorgung verzahnt. Dieses Vorgehen hat sich aus Sicht von Prof. Stefan Uhlig, Dekan der Medizinischen Fakultät, bewährt: „Seit dem letzten Besuch des Wissenschaftsrats haben sich Fakultät und Uniklinik neu aufgestellt. Die letzte Begutachtung war ein regelrechter Weckruf und hat Anlass zu vielen Veränderungen gegeben. Ganz wichtig war die Etablierung des Aachener Modellstudiengangs Medizin als einer der erfolgreichsten Medizinstudiengänge Deutschlands sowie des AIXTRA – Skillslab, unser Aachener interdisziplinäres Trainingszentrum für medizinische Ausbildung. Die Qualität unserer Forschung hat sich in den letzten 15 Jahren deutlich verbessert, das zeigt auch die Qualität unserer Veröffentlichungen. Derzeit sind es mehr als 1.200 pro Jahr. Weitere Indikatoren sind beispielsweise auch Maßzahlen wie der Impact Factor oder die Steigerung der eingeworbenen Drittmittel. Wir freuen uns sehr und fühlen uns bestätigt, dass der Wissenschaftsrat die Entwicklung der letzten Jahre in diesem Maße anerkennt.“ Diese Auffassung teilt auch die RWTH Aachen University insgesamt: „Wir empfinden das Ergebnis der Evaluierung als Bestätigung unseres eingeschlagenen Weges. Das in den vergangenen Jahren geschärfte Forschungsprofil der Fakultät, das sich am technisch-ingenieurwissenschaftlichen Profil der RWTH orientiert hat, wurde ausdrücklich gelobt, weil wir die vorhandene Expertise der anderen Fächer konsequent in die Bearbeitung zukunftsweisender Forschungsfelder einbeziehen“, erklärt der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Ulrich Rüdiger. Aufgrund der hervorragenden Vernetzung mit Unternehmen und anwendungsorientierten Forschungsinstituten biete Aachen dabei ideale Rahmenbedingungen für Translation und Transfer sowie Unternehmensgründungen im medizinischen Kontext.

Etablierte Forschungsschwerpunkte und innovatives Lehrkonzept 

Erst im vergangenen Jahr hatte die Fakultät ihre bisherigen Schwerpunkte noch einmal weiterentwickelt – weg von einem organzentrierten Ansatz hin zur Analyse, zum Verständnis und zur Erforschung der Gestaltung komplexer Systeme. Der Schwerpunkt Organ Crosstalk befasst sich mit der Wechselwirkung von Organen und deren Selbstregulation im Rahmen von klinisch relevanten Fragestellungen. Der Schwerpunkt PhaseTransition in Disease untersucht Krankheitspfade und zielt auf ein besseres Verständnis des Phasenübergangs von Erkrankungen.
Der Schwerpunkt Translational Neurosciences befasst sich mit emergenten Phänomenen wie neuronaler Plastizität mittels Computational Neurosciences, Emotion und Kognition sowie Sensorik und Motorik, aber auch mit der Regulation psychotischer und neurodegenerativer Erkrankungen. Alle Schwerpunkte setzen den Gründungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät Medical Technology & Digital Life Sciences als Plattformthematik voraus oder verknüpfen sich mit diesem. Diese im deutschen Raum bislang einzigartige Neuausrichtung bewertet das Gremium ausdrücklich als „zukunftsweisend“. Der Wissenschaftsrat betont die gute Entwicklung dieser Forschungsschwerpunkte und „ihre gelungene Integration“ in das Profil einer Technischen Universität: „Die Einbindung der Strategie der Universitätsmedizin Aachen in die gesamtuniversitäre Strategie hat sich gerade im Zuge der Bewerbung um eine Förderung der Exzellenzuniversität im Rahmen der Exzellenzstrategie noch einmal deutlich verbessert“, erklärt das Gremium in seinem Abschlussbericht. Der Standort Aachen sei mit seinem Modellstudiengang dank großem Angebot an Wahlfächern, hoher Praxisorientierung, Integration von vorklinischen und klinischen Inhalten und longitudinalem Aufbau des Curriculums sehr gut auf die Anforderungen an moderne Lehre in der Medizin vorbereitet. Hinzu kommt aus Sicht der Auditoren die institutionalisierte Vernetzung mit dem Forschungszentrum Jülich im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA).  

Komplexe Krankenversorgung: hoher Intensivanteil und Digitale Medizin als Innovationsmotor

Auch die Uniklinik ist als Haus der universitären Maximalversorgung in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt worden: Der kontinuierlich gewachsene Anteil an der Maximalversorgung lässt sich am vergleichsweise bundesweit hohen Durchschnitt der Schwere der Behandlungsfälle sowie am hohen Anteil der Intensivbetten innerhalb der Krankenversorgung ablesen. Prof. Thomas H. Ittel, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen: „Die Uniklinik RWTH Aachen steht für komplexe Medizin. Der Wissenschaftsrat honoriert diese enge Verschränkung von wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkten sowie die bedarfsgerechte Ausdifferenzierung unseres Leistungsspektrums und weist der Digitalen Medizin in Aachen eine Schlüsselrolle als Taktgeber und Innovator zu. Das ist sehr erfreulich: Die Uniklinik hat mit der Elektronischen Fallakte Plus, dem Telemedizinzentrum Aachen und dem Innovationszentrum für Digitale Medizin (IZDM) wichtige Komponenten für die digitale Vernetzung aller Akteure geschaffen. Diese bauen wir künftig weiter aus.“ Bedarf sieht der Wissenschaftsrat in seinem Bericht vor allem an in der bereits vom Haus projektierten baulichen Weiterentwicklung sowie in der Anwerbung zusätzlicher Fachkräfte in der Pflege.

Sie sind da! Willkommen in Oche…

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Wir freuen uns über die vielen neuen Kollegen, die in Aachen in einen großen neuen Lebensabschnitt starten…!

Wir wünschen euch viele spannende Vorlesungen, erfolgreiche Klausuren und einfach auch verdammt viel Spaß bei eurem Studium im schönsten Klinikum der Welt, in der schönen Stadt der Welt und beim sinnvollsten Studiengang, den es gibt…

Viel Spaß im Einführungsblock. Nicht vergessen: Jetzt noch schnell im Forum registrieren und schon hast du Zugriff auf mittlerweile über 11 Gigabyte Lernmaterial für deinen Studiengang!


mehr frische tesla für das UKA

Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie liegt im Zentrum der Uniklinik RWTH Aachen und ist somit für alle stationären und ambulanten Patienten optimal erreichbar. Für die Einbringung von Großgeräten stellt diese zentrale Lage allerdings eine nicht leicht zu bewältigende Aufgabe dar. Die Planung muss bis ins Detail alle Randbedingungen betrachten, viele Beteiligte müssen ihre Zuarbeit leisten, damit die Einbringung und die sofortige technische Anbindung der sensiblen Großgeräte in kurzer Zeit zu schaffen ist. Am 12. und 13. August 2019 wurden zwei mehrere Tonnen schwere MRT-Geräte angeliefert und mithilfe eines Großkrans und mit fachmännischem Geschick erfolgreich ins Zentrum der Uniklinik in die fünfte Etage eingebracht. 

Die neuen MRTs werden für die Versorgung aller Patientinnen und Patienten in der Uniklinik RWTH Aachen eingesetzt, beispielsweise bei der Untersuchung von Erkrankungen aller inneren Organe. Am Beispiel Leber wären das konkret: die Diagnose von Lebertumoren, die Planung einer Operation von Lebermetastasen sowie die Früherkennung von Lebertumoren bei Patienten mit Leberzirrhose. Darüber hinaus werden die neuen Geräte für die multiparametrische Magnetresonanztomographie der Prostata zur Früherkennung oder Behandlungsplanung des Prostatakarzinoms, für die Magnetresonanztomographie der Brust zur Früherkennung von Brustkrebs und für die Magnetresonanztomographie von Gelenken und der Wirbelsäule genutzt.

Zudem nimmt die Klinik ein neues System in Betrieb, die sogenannte Hochintensive Ultraschallbehandlung (High Intensity Focused Ultrasound, HIFU). Es eröffnet ganz neuartige Behandlungsmöglichkeiten, um Tumoren im Körper ohne Operation und ohne Einbringung eines Katheters – also allein durch Ultraschall und daher absolut berührungsfrei – gezielt behandeln zu können. Dies passiert unter MR-Kontrolle, d. h. unter MR-tomographischer Sicht. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören zum Beispiel bestimmte Arten von Prostatakarzinomen, bestimmte Knochentumoren und -metastasen sowie gutartige Tumoren (Myome).

uka Noch grüner… diesmal mit echtem chlorophyll

Neue Bäume fürs Gelände…

Die Uniklinik RWTH Aachen lässt ab dem 2. Juli 2019 28 Kaiserlinden als straßenbegleitende Baumreihe auf den dafür vorbereiteten Grünstreifen entlang der Kullenhofstraße pflanzen. Hinzu kommen sechs kleinere Bäume, die auf dem Parkplatz und an der Ecke Steinbergweg gepflanzt werden. Zu diesen Baumpflanzungen hat sich die Uniklinik im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages verpflichtet. Die Kosten für die Bäume trägt voll und ganz die Uniklinik RWTH Aachen.

Für die geplanten Erweiterungsbauten der Uniklinik RWTH Aachen im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms waren Veränderungen an den bestehenden Außen- und Verkehrsanlagen erforderlich. Zur Durchführung des ersten Bauabschnitts mussten im November 2018 entlang des Steinbergwegs sowie auf dem Parkplatz der Uniklinik Bäume gefällt werden. Dieses Defizit wird die Uniklinik mit Großbaumpflanzungen ausgleichen und dafür vollumfänglich selbst aufkommen.

Etwa 14 Meter hoch und circa sieben Tonnen schwer ist eine der 28 Kaiserlinden, die jeweils den Wert eines Mittelklassewagens hat. „Eine Großbaumpflanzung in solchem Umfang hat es bisher in Aachen und Umgebung noch nie gegeben. Bautechnisch und logistisch eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen“, sagt Projektleiter Carsten Seidel, ukafacilities.

Keine Auswirkungen auf den Parkraum

Die umfangreichen Baumpflanzungen einschließlich entsprechender Vorbereitungsmaßnahmen werden rund drei Wochen in Anspruch nehmen. „Dazu müssen die betroffenen Bereiche kurzfristig abgesperrt werden, was aber keine Auswirkung auf die reguläre Parkplatzsituation haben wird“, betont Seidel.

Per Tieflader sollen die 28 Kaiserlinden mit einem Stammumfang von circa 80 Zentimetern und einer Kronenbreite von sechs Metern einzeln anrollen und mit einem Kran an den neuen Standort gehoben werden.

Dank an die Blutspender

Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, hat am 5. Februar gemeinsam mit Dr. med. Gabriele Hutschenreuter, Leiterin der Transfusionsmedizin, und Heike Zimmermann, Stellvertretende Kaufmännische Direktorin, beide Uniklinik RWTH Aachen, 30 Blutspenderinnen und Blutspender geehrt, deren Zahl an Blutspenden bei mindestens 100 liegt. Insgesamt haben sie 5.500 Mal gespendet und damit mindestens genauso viele Leben gerettet. Die Ehrung fand im Weißen Saal des Aachener Rathauses statt.

Blut, unser roter Lebenssaft, ist unersetzbar. Für viele Erkrankungen sind die aus menschlichem Blut gewonnenen Präparate oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit. Trotz der Errungenschaften der modernen Hochleistungs- medizin sind Präparate aus Spenderblut bei vielen Krankheitsbildern unverzichtbar.„Leider ist der Bedarf noch lange nicht gedeckt. Denn zwischen den 17.000Vollblutspenden und den benötigten 23.000 bis 25.000 pro Jahr klafft eine gewaltigeLücke“, sagte Dr. med. Gabriele Hutschenreuter. Daher sei sie den treuen Spenderinnen und Spendern, die immer wieder in die Uniklinik kommen, um ihren roten Lebenssaft zu spenden, besonders dankbar. Dem Dank schloss sich OB Marcel Philipp, der Anfang Januar selbst noch Blut gespendet hatte, gerne an. Heike Zimmermann betonte: „Wir in der Uniklinik haben in den letzten Jahren viele Innovationen entwickelt, aber nach wie vor gilt: Blut ist unersetzbar.“

Als krönender Abschluss der Ehrung wurde allen interessierten Spenderinnen und Spendern eine abwechslungsreiche und informative Führung durch das Rathaus, über den Markt und den Katschhof bis hin zum Dom geboten.

Dringend: Eure Thrombos retten Leben!

Liebe Thrombozytenspenderinnen und Thrombozytenspender,
liebe Blutspenderinnen und Blutspender an der Uniklinik Aachen!

Wegen der Feiertage und Urlaubszeit, aber auch wegen der saisonüblichen Erkältungswelle verzeichnet die Blutbank der Uniklinik RWTH Aachen einen gravierenden Mangel an Thrombozytenspenden. Um die medizinische Versorgung schwer verletzter und kranker Menschen auch über die Feiertage sicherstellen zu können, sucht der Blutspendienst für den 23.12., 24.12., 26.12., 30.12., und 31.12.2018 dringend Thrombozytenspender/innen und bittet daher alle Spender, die schon einmal an der Uniklinik RWTH Aachen Thrombozyten gespendet haben, sich umgehend zu melden.

Folgende Voraussetzungen bestehen für die Thrombozytenspende:
• mindestens 1x Vollblut gespendet
• an beiden Armen gute Venen in der Ellbeuge

Bitte vereinbaren Sie direkt im Spenderbüro in der Uniklinik einen Termin für eine Thrombozytenspende oder melden Sie sich unter der Telefonnummer 0241 80-89494 zur Vereinbarung eines Termins zur Thrombozytenspende.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

CT² offiziell eröffnet

Am 7. November 2018 eröffneten Professor Stefan Uhlig (Dekan der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen), Professor Thomas Ittel (Ärztlicher Direktor der Uniklinik RWTH Aachen), Professor René Tolba (Prodekan für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs), Professor Markus Tingart (Prodekan für Studium und Lehre), Professorin Ute Habel (Prorektorin für Internationales der RWTH Aachen), Myriam Rockel und Berkan Kurt (Fachschaft Medizin der RWTH Aachen), Dr. Margrethe Schmeer (Bürgermeisterin der Stadt Aachen), Johannes Jansen (Geschäftsführer A. Frauenrath BauConcept GmbH) sowie Wolfgang Marcour (sop architekten) mit dem CT² Center for Teaching and Training das erste Investorengebäude im Cluster Biomedizintechnik. An der Eröffnungsfeier nahmen über 150 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teil. 

Das Lehrkonzept im CT² Center for Teaching and Training der Medizinischen Fakultät der RWTH ist in der medizinischen Aus- und Weiterbildung im europaweiten Vergleich einzigartig. Die Ausbildung von Studierenden, die Weiterbildung von Ärzten und medizinischem Personal sowie die Erprobung medizinischer Geräte finden unter einem gemeinsamen Dach statt. Das moderne Gebäude verfügt über ein Trainingszentrum mit Demonstrations-Operationssaal, einen Multifunktionssaal für bis zu 400 Personen, Lernlounges sowie Seminar- und Büroflächen. Das innovative methodische Konzept adressiert interprofessionell alle medizinischen Berufsgruppen und sieht die Erlernung und Vertiefung klinisch-praktischer Fähigkeiten unter realen Bedingungen an Trainingsobjekten vor. Dadurch können essentielle Belange der Patientensicherheit, ähnlich wie in der Luftfahrt an (Flug-) Simulatoren, für die Medizin trainiert werden. Bei voller Betriebsauslastung halten sich im Lehrbetrieb ca. 1.200 Personen im Gebäude auf. Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Stefan Uhlig: „ „Der Aachener Modellstudiengang Medizin, als einer der besten Medizinstudiengänge in Deutschland, steht in der Tradition der Fakultät, sich in der Lehre besonders zu engagieren.“ 

Das prägnante Solitärgebäude an der Südspitze des Clusters Biomedizintechnik steht als Sinnbild für das „Tor zum Campus Melaten“. Das Investitionsvolumen für das 7-geschossige Gebäude mit einer Nutzfläche von ca. 6.200 Quadratmetern liegt bei ca. 20 Millionen Euro. Investor des Gebäudes ist die Unternehmensgruppe Frauenrath, Heinsberg. Das architektonische und städtebauliche Konzept stammt von dem Düsseldorfer Architekturbüro slapa oberholz pszczulny | sop architekten. 

„Das Gebäude erfüllt die Erwartungen: Auftakt zum Campus Melaten, neue Heimat der Aus- und Fortbildung der Medizinischen Fakultät. Es freut uns, als mittelständisches Familienunternehmen solch ein Projekt in unserer Heimatregion realisiert zu haben“ sagt Gereon Frauenrath, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Frauenrath.

Biobanken verstehen!

Täglich spenden hunderte Menschen in deutschen Krankenhäusern Biomaterial und unterstützen damit den medizinischen Fortschritt. Doch es gibt Informationsbedarf, wenn es darum geht, wie Biomaterialproben verwendet und gelagert werden – das ergaben Befragungen des Biobankennetzwerks German Biobank Alliance (GBA). Am 7. Juni 2018 startet GBA eine Informationskampagne, die über Biomaterialspenden aufklärt.

Biomaterialien – dazu gehören Blut, Gewebe und anderes Körpermaterial – sind ein unverzichtbarer Rohstoff für die medizinische Forschung. „Mithilfe von Biomaterialien können Ärzte und Wissenschaftler Krankheitsursachen erkennen und neue gezielte Therapien entwickeln“, erläutert Prof. Dr. Edgar Dahl, Leiter der Zentralisierten Biomaterialbank der Uniklinik RWTH Aachen und Partner der Biobankenallianz.
Die deutschlandweite Informationskampagne, die aus Plakaten, Flyern und der Website www.biobanken-verstehen.de besteht, beantwortet die häufigsten Fragen zu Biomaterialspenden und gibt einen Einblick in die Arbeit moderner Biobanken. Auf der Website sind Erfolge aus der Forschung nachzulesen: So konnten durch den Einsatz von Bioproben beispielsweise neue Erkenntnisse in der Krebsmedizin sowie über epigenetische Veränderungen durch Übergewicht gewonnen werden.
„Wir möchten mit der Website und dem Informationsmaterial zu mehr Transparenz und Partizipation beitragen“, erläutert Prof. Dr. Michael Hummel, Koordinator der Biobankenallianz, den Hintergrund der Aktion. „Denn Befragungen unter Biomaterialspendern zeigen, dass viele Spender nicht wissen, wofür ihr Biomaterial verwendet wird. Das möchten wir verbessern.“
Über die German Biobank Alliance (GBA)

Unter der Federführung des German Biobank Node (GBN) haben sich Biobanken aus elf deutschen Universitätskliniken in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen, um die Arbeit der Biobanken bekannter zu machen und ihre Bedeutung für die Wissenschaft in der Öffentlichkeit besser zu vermitteln. Gefördert wird der Verbund vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).